Haustiere für Kinder

Steppenschildkröten im Terrarium

Der wissenschaftliche Name der Steppenschildkröte ist Testudo oder Agrionemys horsfieldii. Im deutschen haben sich mehrere Namen etabliert: die Russische Landschildkröte und die Vierzehenschildkröte meinen die selbe Schildkrötenart.

Haltung im Terrarium?

Eigentlich ist es für Steppenschildkröten, genau wie für die Europäischen Landschildkröten, besser wenn sie in einem schönen Freilandterrarium mit beheiztem Gewächshaus oder Frühbeet leben können. Nur dort ist eine wirklich artgerechte Haltung möglich. Da in den 1990er-Jahren jedoch eine große Anzahl Testudo horsfieldii als Wildfänge nach Deutschland importiert wurden, und diese in vielen Zoohandlungen erhältlich waren, möchte ich den Schildkröten die nicht das Glück hatten in eine Familie mit Garten zu kommen etwas Leid ersparen und an dieser Stelle beschreiben wie eine Haltung im Terrarium möglich ist.

Steppenschildkröten oder Vierzehenschildkröten

Herkunft und Unterarten

Die Steppenschildkröte bewohnt weite Teile Asiens. Sie kommt in Kazastan, Turkmenistan, Uzbekistan, Kyrgyztan und vom Iran, Afghanistan und Pakistan bis China vor. Es gibt drei verschiedene Unterarten:

  • Testudo horsfieldii horsfieldii
  • Testudo horsfieldii kazachstanica
  • Testudo horsfieldii rustamovi

Wobei die meisten Steppenschildkröten in Heimtierhaltung der in Kazakhstan und Turkmenistan vorkommenden Unterart T. h. kazachstanica zuzuordnen sind. Gelegentlich liest man von einer vierten Unterart namens Testudo horsfieldii baluchiorum, diese ist jedoch nicht anerkannt.

Das Terrarium

 

Beleuchtung

Es heißt so schön "Licht ist Leben" und genau das ist es für die in ihrer Heimat sonnenverwöhnte Steppenschildkröte. Drei Dinge braucht eineLandschildkröte : Helligkeit, Wärme und UV-Licht. Dazu hat sich folgende Lampen-Kombination bewährt:

  • T5-Leuchtstoffröhren
  • Halogen-Metalldampf-Lampe (HQI/HCI/CDM oder Bright Sun UV)
  • UV-Mischlichtstrahler (z.B. Osram Ultra Vitalux)

Als Grundbeleuchtung für das ganze Terrarium verwendet man zwei bis drei Leuchtstoffröhren über die ganze Terrarienlänge, bei einem 150cm langen Terrarium also drei (normale T8) Leuchtsoffröhren mit 40W. Besser, weil heller, sind die dünneren T5-Leuchtstoffröhren, für ein 150cm-Terrarium empfehle ich zwei 54W T8-Röhren. Um das Licht einer Leuchtstoffröhre voll auszunutzen empfiehlt es sich sie mit einem Reflektor auszustatten.

Mit Hilfe einer Halogen-Metalldampf-Lampe, welche man bei Online-Auktionen mit den Suchbegriffen HQI, HCI oder CDM findet, schafft man im Terrarium helle und warme Sonnenplätze. Pro Steppenschildkröte muss sich ein Sonnenplatz im Terrarium befinden. Ich verwende gerne Halogen-Metalldampf-Lampen mit rundem Reflektor, da diese das Licht (und somit auch die Wärme) besser bündeln. Eine 70W HQI reicht normalerweise um den Sonnenplatz auf 45-50°C zu erwärmen, ansonsten kann man den Abstand verringern um höhere Temperaturen zu erreichen. Zum Betrieb einer Halogen-Metalldampf-Lampe ist immer ein Vorschaltgerät nötig!

Zur UV-Versorgung von Landschildkröten hat sich seit Jahren der Mischlichtstrahler Osram Ultra Vitalux bewährt. Aus einem Abstand von einem Meter werden die Landschildkröten täglich für eine halbe Stunde mit dieser 300W-Lampe bestrahlt. Es gibt auch Mischlichtstrahler mit nur 100 oder 160W von verschiedenen Herstellern, bei diesen kann der Abstand zum Tier geringer sein, dafür müssen diese aber auch tagsüber immer an sein um die Steppenschildkröte ausreichend mit UV-Licht zu versorgen. Theoretisch kann man auch über Leuchtstoffröhren den Landschildkröten UV-Licht zukommen lassen, dazu müsste man diese jedoch mindestens alle sechs Monate auswechseln, was im Endeffekt deutlich teuer als eine Osram Ultra Vitalux ist, die mehrere Jahre hält.

Seit einiger Zeit gibt es eine für die Terraristik entwickelte Halogen-Metalldampf-Lampe welche auch UV-Licht abgibt. Im Handel findet man sie unter dem Namen Bright Sun UV. Wenn man diese Halogen-Metalldampf-Lampe verwendet benötigt man keine zusätzliche UV-Lampe. Für Bartagemen empfehle ich die Bright Sun UV unbedingt!

Durch diese starke Beleuchtung wärmt sich das Terrarium natürlich auf, das ist aber durchaus erwünscht. Auf den Sonnenplätzen der Landschildkröten soll es 45-50°C warm werden. Im übrigen Terrarium kann es tagsüber ruhig 28-30°C warm werden, so lange den Landschildkröten eine kühlere Rückzucksmöglichkeit (z.B. Höhle) zur Verfügung steht.

Ernährung

 

Winterschlaf

Kombinierte Terrarien- und Freilandhaltung

Die Steppenschildkröte reagiert auf Feuchtigkeit sehr anfällig, dies ist gerade im mitteleuropäischen Frühjahr ein Problem bei der Freilandhaltung. Daher empfiehlt sich für diese Landschildkröte eine Kombination aus Terrarien- und Freilandhaltung. Nach der Winterstarre wirden die Schildkröten zunächst im Terrarium gehalten, ab Juni bewohnen sie dann das Freigehege (siehe Europäische Landschildkröten).

Buchtipps

 

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